
Altes Wissen. Neue Wissenschaft. Gemeinsame Verantwortung.
Wasser ist weit mehr als eine Ressource. Es ist die Grundlage allen Lebens – und der Zustand unserer Gewässer ist auch ein Spiegel unseres Umgangs mit der Natur.
Die moderne Wissenschaft liefert uns Erkenntnisse, Technologien und Methoden. Doch Wissen allein schafft noch keine Verantwortung. Wissenschaftliche Methoden beantworten Fragen nach dem Wie – aber nicht automatisch nach dem Warum und dem Wozu.
Indigene Gemeinschaften verbinden überliefertes Wissen seit Generationen mit kulturellen Werten, Verantwortung und Respekt gegenüber der Natur. Wasser ist für viele von ihnen nicht bloß ein Wirtschaftsgut, sondern Teil eines lebendigen Ganzen, das es zu bewahren gilt.
Die Zukunft liegt nicht im Gegeneinander von traditionellem Wissen und moderner Wissenschaft, sondern in ihrer Verbindung.
Wenn wir jahrhundertealte Erfahrungen ernst nehmen und mit wissenschaftlichen Erkenntnissen verbinden, können nachhaltige Lösungen entstehen – für sauberes Trinkwasser, gesunde Flüsse, fruchtbare Böden und lebenswerte Ökosysteme.
Denn unser körperliches, kulturelles und spirituelles Wohlbefinden ist untrennbar mit der Gesundheit unserer Umwelt verbunden.
Inhaltlich inspiriert von Dr. Leslie „Phil“ Duncan, Galambany Professorial Fellow der University of Canberra und Verfechter der Einbindung indigenen Wissens in das Wassermanagement.
Vier Initiativen, die Hoffnung machen

01 — Wasser 3.0
Eine gemeinnützige Organisation aus Deutschland, die innovative Technologien entwickelt, um Mikroplastik aus Wasser zu entfernen. Forschung, Bildung und praktische Lösungen statt bloßer Absichtserklärungen.

02 — ISLA URBANA – Mexiko
Regenwasser auffangen, filtern und speichern, statt es ungenutzt abfließen zu lassen. Isla Urbana entwickelt Systeme, die Familien in Mexiko eine zusätzliche, dezentrale Wasserversorgung ermöglichen.

03 — DER WALDMACHER – Tony Rinaudo
Der Dokumentarfilm von Volker Schlöndorff zeigt, wie durch die Regeneration vorhandener Wurzelsysteme aus ausgelaugten Landschaften wieder lebendige Ökosysteme entstehen. Tony Rinaudo erhielt dafür 2018 den Alternativen Nobelpreis – den Right Livelihood Award.

04 — NAMAMI GANGE – Ein sauberer Ganges
Ein groß angelegtes indisches Programm zur Reinigung und ökologischen Wiederherstellung des Ganges. Von Abwasserbehandlung über Aufforstung bis zum Artenschutz: ein langfristiger Versuch, einem der bedeutendsten Flüsse der Erde wieder Leben einzuhauchen.